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Profile

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen ehemalige Studenten von uns vorstellen, die von ihren ersten Jobs, ihren Erfahrungen und Tätigkeitsbereichen berichten. Einige hat es ins Ausland verschlagen, andere sind in unserer Nähe geblieben...

 

Thomas

Nach der Ausbildung zum Tischler folgte das Studium der Holztechnik an der Berufsakademie in Melle mit anschließender berufsbegleitender Diplomierung an der Staatlichen Studienakademie in Dresden. Das Studium habe ich in Kooperation mit der incasa Natur.Holz.Möbel.GmbH durchgeführt.
Nach leitenden Tätigkeiten in der Möbelindustrie arbeite ich seit Mai 2010 als Projektingenieur bei HERRMANN BERATENDE INGENIEUR GmbH. Als technischer Unternehmensberatung realisiert HBI seit über 40 Jahren Projekte in den Bereichen Industrial Engineering, Fabrikplanung, IT- und Organisationsberatung sowie Managementberatung. Eine Übersicht unserer Projekte erhalten Sie unter www.hbi-consult.de . Berufsbegleitend absolviere ich seit Oktober 2011 ein Fernstudium zum Master Business Consulting an der WINGS-Hochschule Wismar. Denken und arbeiten in Projekten - multidisziplinäre Projektarbeiten, wie ich sie während meines Studiums an der Berufsakademie in Melle durchgeführt habe, finden sich heute in meinem beruflichen Alltag wieder. Das Erlernen der systematischen, analytischen Bearbeitung von Projekten und der direkte Transfer in den betrieblichen Ablauf sind die Stärken des Studiums in Melle. Ich freue mich auf den fortwährenden Kontakt zu den Studienkollegen und der Berufsakademie im Kreis der Alumni und wünsche den Studierenden und Betrieben viel Erfolg und Freude im Studium.
Herzliche  Grüße
Thomas

Hendrik

Für das Studium von Frankfurt in den Grönegau
Fortbildung ermöglichte Führungsposition

Seit zehn Jahren bildet die Berufsakademie (BA) Holztechnik Ingenieure in der Region für die Region aus. Zu ihren ersten Absolventen gehörte der Frankfurter Hendrik.
"Innenausbau, Messebau, Ladenbau - wir haben alles gemacht!" erinnert er sich an seine Lehre in einer Frankfurter Tischlerei. Die handwerkliche Ausbildung vermittelte ihm eine solide und umfassende Basis. Doch bei dem Gesellenbrief alleine wollte es Hendrik nicht belassen. Er informierte sich, verwarf den Gedanken an Meisterschule und Selbstständigkeit und stieß schließlich auf einen kleinen Presseartikel: Nach der Gründung des Trägervereins hatten gerade die ersten Studenten ihr Studium an der BA Melle aufgenommen. "Ich wollte kein Studium, bei dem man erst nach Abschluss sieht, wofür man eigentlich gelernt hat!" Doch die Verbindung von Theorie im Studium der BA Melle und Praxiseinheiten in den Partnerbetrieben überzeugte den Frankfurter sofort. Er suchte nach einem passenden Praxisbetrieb und stieß schließlich auf das Rödinghausener Unternehmen Häcker Küchen.

Entschlossen zog er von Frankfurt auf die "Küchenmeile" Deutschlands und trat im August 2002 als Student des zweiten Jahrgangs sein Studium an. "Die drei Jahre gingen schnell herum". Leicht waren sie allerdings nicht! "Man sollte schon eine gesunde Portion Belastbarkeit und Teamfähigkeit mitbringen", rät er im Jubiläumsjahr 2011 den künftigen Studenten. Denn in den Theoriephasen ist nach den Vorlesungen noch lange nicht Feierabend: Themen müssen nachgearbeitet, Projekte vorbereitet werden. "Wir haben oft bis Mitternacht zusammengesessen."
Der Spaß kam dabei natürlich nicht zu kurz. Immerhin erfolgt die Arbeit für das Studium oft in Gruppen - und die bleiben meist die ganzen sechs Semester über zusammen. Zudem bleibt es für die Studenten nicht bei der "grauen Theorie", wie Hendrik selbst feststellte: "Gerade auf typischen Ingenieursfeldern wie Maschinenbau, Elektrotechnik oder Automatisierungstechnik konnten wir das Gelernte sofort im Betrieb einsetzen."

Bei Häcker Küchen fühlte sich der Ingenieur Holztechnik, der inzwischen überzeugter Riemsloher ist, von Anfang an wohl. Er arbeitete zunächst als Betriebsplaner und erlebte in mittlerweile neun Jahren das Wachstum des Betriebes von 620 auf 1000 Mitarbeiter mit. Seit zweieinhalb Jahren trägt er als Produktionsleiter des Werkes I selbst die Verantwortung für 80 Mitarbeiter. Mit der BA Melle ist der Ingenieur Holztechnik bis heute verbunden: Die Alumni-Treffen und Fahrten der BA bieten den ehemaligen Absolventen Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen und vor allem auch den fachlichen Austausch zu pflegen.
Für Hendrik hat die Berufsakademie ohnehin eine ganz besondere Bedeutung. Immerhin wurde die Meller Studieneinrichtung für ihn zugleich zur Heiratsvermittlung: Die Schwester seines Kommilitonen ist heute seine Frau!

Text übernommen und überarbeitet vom Meller Kreisblatt vom 15.04.2011

 

Frederik

"Ich habe mein Studium an der BA Melle im Sommer 2008 abgeschlossen. Heute arbeite ich für eine Firma, die Faltschiebetüranlagen und Wintergärten herstellt. Der Sitz ist in Norddeutschland, mein Tätigkeitsbereich ist der Vertriebsinnendienst - Technik. Es gibt Projekte, da muss ich raus. Und manchmal eben auch sehr weit raus. So wie jetzt: Kalifornien! Die Staaten - das ist eine wirklich unglaubliche Erfahrung! Hier kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus, vor allem, wenn man aus dem kleinen Borgloh im Osnabrücker Land kommt. Zuerst ist man von der Größe erschlagen. Auch lernt man jeden Tag etwas Neues kennen oder trifft neue interessante Leute oder Kulturen. Dabei merkt man jedoch immer wieder, dass die Unterschiede bzgl. sozialer Absicherung, Vergütung oder den allgemeinen Arbeitsbedingungen riesengroß sind. Besonders markant ist hier in Kalifornien festzustellen, wie stark die Schere zwischen arm und reich auseinander geht. Sehr traurig, wie viele Obdachlose man direkt in San Francisco auf der Straße sieht. Aber natürlich zeigt Kalifornien auch seine Sonnenseiten. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Nach einem verregneten "Wonnemonat" Mai, ist das Wetter mittlerweile wirklich klasse. Jeden Tag Sonnenschein und Temperaturen zwischen 25 -30 °C. Da fällt der Abschied natürlich schwer. Aber meine Projekte sind größtenteils abgeschlossen, so dass ich ruhigen Gewissens zurück nach Deutschland fliegen kann. Na ja, und so schlecht soll dort das Wetter ja auch nicht sein. Und auf die Frauen-WM und die Grillsaison freue ich mich ehrlich gesagt auch schon."

Sonnige Grüße aus Kalifornien
Frederik
Kalifornien, Juni 2011

 

Tobias

"Gestern noch zusammen in der Vorlesung und heute gemeinsam erfolgreich im Kunden-Lieferanten-Verhältnis.

Mein Name ist Tobias. Ich bin 25 Jahre alt. Zum Ende der Schulzeit stellte sich für mich, wie für viele andere auch, die Frage: "Und nu??"

Praktika in Tischlereien waren spannend. Verantwortung, eigenständig arbeiten, auf jeden Fall mit Menschen zusammen arbeiten zu können waren die Aspekte, die wichtig waren. Naja... und wenn man das Abi schon am Technischen Gymnasium macht, sollte der kommende Beruf natürlich auch technisch geprägt sein.

Studieren ja, aber nach 13 Jahren noch weiter jeden Tag die Schulbank drücken, entsprach auch nicht ganz den Vorstellungen. Da fiel dieses Wort "DUAL" auf einem Flyer direkt ins Auge. Aus Melle nach Hause gefahren, im Internet informiert und schon war die Idee zum Ingenieur für Holztechnik geboren.

Als mir ein Mitschüler zwei Wochen später von selbiger sogenannten Berufsakademie in Melle erzählte, wurde der Besuch an der Informationsveranstaltung klar gemacht.

Die kleinen und effektiven Jahrgänge (max. 24 Studenten/Semester), der Maschinenpark und die Arbeit in einem Betrieb schon in der Studienzeit, waren die ausschlaggebenden Faktoren.

Die Wochen danach waren nicht immer einfach. Es galt einen Ausbildungsbetrieb zu finden. Viele Firmen boten einen Studienplatz nur nach einer vorhergehenden praktischen Ausbildung, z.B. als Tischler, Zimmermann oder Holzmechaniker an. Doch es gibt auch die Betriebe, die jungen Menschen eine Chance geben und es schätzen, Absolventen mit 22 oder 23 Jahren ausgebildet zu haben. Hier hatte ich das Glück den technischen Leiter eines Betriebes zu finden, der dem Direktstudium sehr aufgeschlossen war. Es hat sich gelohnt zum Telefon zu greifen, anzurufen und ihm zu erklären, was eigentlich ein Studium an der Berufsakademie ist.

Das Spannende an diesem Studium war, dass vieles was man im Betrieb sieht, einem drei Monate später in der Theorie tiefergehend erklärt wird. Andererseits setzt man das in der Theorie erlernte im Betrieb in die Praxis um. Hier wurde man das ein oder andere Mal zurück in die Realität geholt, dass einiges von dem Erlernten doch ganz schön wichtig ist.

Nach dem Studium hatte ich noch einmal den Wunsch einen anderen Betrieb kennen zu lernen. Dieser war etwas handwerklicher geprägt. So ging ich für ein Jahr nach Bremen. Hier waren ausschließlich Projektaufgaben mein Tagesgeschäft: z.B. der Aufbau einer innerbetrieblichen Teileverfolgung. Diese wurde durch eine Etikettierung und Scannung umgesetzt. Nebenbei schrieb ich meine Diplomarbeit an der BA in Dresden.

Seit Sommer 2009 bin ich wieder zurück in der hiesigen Region. Meine Aufgaben liegen nun in der Qualitätssicherung bei einem Zulieferunternehmen für Möbelteile. Wir produzieren Verbundplatten und konfektionierte Möbelteile, z.B. Küchenfronten. Dies zum Großteil mit Hochglanz- oder Supermattoberflächen.

Im Laufe des Studiums hätte ich es nahezu ausgeschlossen, eine Stelle in der Qualitätssicherung anzunehmen. Die Grundlagen, die ich in diesem Studium vermittelt bekam, ermöglichen jedoch nun auch dies. Heute schätze ich den stetigen Kontakt zu unseren Kunden. Deren Anforderungen gilt es, innerbetrieblich mit unserem Team umzusetzen. Für selbiges Ziel ist der stetige Kontakt zu den Lieferanten unumgänglich, um dabei nie zu vergessen, dass man stets mit den unterschiedlichsten Menschen und vor allem Charakteren arbeitet.

Hierzu hilft es auch, nach dem Abschluss weiter Kontakt zu den ehemaligen Mitstudenten zu halten. Gestern noch zusammen in der Vorlesung und heute ist der Eine der Kunde des Anderen!"

Tobias,
Lübbecke, Dezember 2010

 

Christine

"Ich bin Absolventin des 5. Jahrgangs. Mein Praxispartner war während meines Studiums Firma Lantz in Hamburg. Heute arbeitet ich bei Patella, in Montreal, Kanada.

Im Sommer 2008 bin ich nach Kanada gegangen, ohne eine feste Anstellung in Aussicht gehabt zu haben. Nach mehreren Bewerbungen habe ich endlich im Herbst Fuß gefasst in einem wirklich guten Unternehmen. Es ist only custom millwork. Sie produzieren only Premium - die beste Qualität und sind für veneer splicing bekannt (veneered panels außerdem cabinetry Verleistung, etc.). Patella hat knapp 250 Mitarbeiter und mehrere Vertretungen in den USA.

Ich arbeite in Estimation, die Abteilung in der die Ausschreibungen gerechnet werden. Dort bin ich hauptsächlich für die "Buy-outs" zuständig, das heißt für das Pricing aller Produkte, die wir für die Fertigstellung unserer Arbeit benötigen. Da ist von Veneer, Plastic Laminates, Solid Surface, Glas oder verschiedensten Design trends alles dabei. Hier arbeite ich sehr stark mit Purchasing zusammen, um die besten Preise zu erhalten. Wenn ich Zeit finde, arbeite ich noch an anderen Projekten.

Es ist sehr interessant und herausfordernd, da die Zeit immer begrenzt ist und ich viel aus einer neuen Branche kennenlerne und bei custom immer neue Produkte dabei sind.

Die Firma bietet mir einen optimalen Einstieg: neben Französisch und Englisch lerne ich viele neue Arbeitsmethoden kennen. Das ist erst mal nur Entry Level, von da an geht es weiter. Ich habe definitiv mehr Möglichkeiten mich hier weiterzuentwickeln. Meine Ausbildung wird mit Interesse angenommen. In der Richtung kann man hier nichts studieren."


Liebe Grüße aus dem kalten Montreal, Mai 2009

Christine

 

 

Christian

"Ich bin Christian und komme aus Rhede im Münsterland. Im Jahr 2005 schloss ich mein Fachabitur am Pictorius Berufskolleg in Coesfeld mit der Fachhochschulreife in Fachrichtung Bau- und Holztechnik ab. Daraufhin informierte ich mich über praxisorientierte Studiengänge in dieser Richtung. Durch eine Anzeige in einer Fachzeitschrift bin ich auf die Berufsakademie in Melle aufmerksam geworden. Nach dem Besuch eines Informationstages entschloss ich mich, mich für den Studiengang Holztechnik zu bewerben. Im Rahmen dieser Bewerbung fand ich ein mittelständisches Ladenbauunternehmen, mit dem ich in Kooperation das Studium realisieren konnte.

Mit 20 Jahren begann ich im September 2005 das sechs-semestrige duale Studium an der Berufsakademie für Holztechnik in Melle. Parallel zu der dreijährigen dualen  Ausbildung erwarb ich in den ersten beiden Ausbildungsjahren den Abschluss des "Holzmechanikers".
Des Weiteren machte ich von der Möglichkeit Gebrauch, seitens der Berufsakademie angebotene Zusatzqualifikationen zu erlangen. Dieses sind im Einzelnen: Grundschein zur Sicherheitsfachkraft (SIFA), diverse REFA-Ausbildungen, IMOS-Grundausbildung.

Im Jahr 2008 schloss ich das Studium an der Berufsakademie mit dem Titel "Ingenieur für Holztechnik" ab. Um meine fachlichen Qualifikationen und beruflichen Chancen weiter auszubauen, entschloss ich mich, für ein weiteres Jahr den Diplomstudiengang Holztechnik an der Berufsakademie Dresden anzuschließen. Im Zuge meiner Bewerbungen für eine Diplomantenstellung bewarb ich mich vor allem auch bei mehreren holzverarbeitenden Unternehmen in Österreich. Das oberösterreichische Unternehmen TEAM 7 Natürlich Wohnen GmbH gab mir die Möglichkeit die Diplomarbeit anzufertigen.

Heute bin ich Diplom-Ingenieur für Holztechnik (BA) und weiterhin im Unternehmen TEAM 7, "Pionier und Marktführer für ökologische Designmöbel" tätig. Dort bin ich in einer verantwortungsvollen Position in der Arbeitsvorbereitung tätig. Hauptsächlich zuständig bin ich für das Fertigungsmanagement im Unternehmen. Zu meinen Hauptaufgaben zählen speziell die Erstellung von Arbeitsplänen, die Zeitwirtschaft und die Arbeitsplatzgestaltung. Zudem bin ich insbesondere für die Optimierung und Steuerung von Arbeitsprozessen zuständig."


Servus,
Euer Christian,

Österreich 2009 

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